Überraschungen
Letzte Nacht habe ich mal wieder schlecht geschlafen, wahrscheinlich wegen Vollmond (und natürlich Lariam, der lustigen Malariaprophylaxe). Außerdem hatte ich das Gefühl, Flöhe im Bett zu haben, die mich pausenlos piesackten, möglicherweise handelte es sich nur Flohparanoia.
Um 4:30 h hörte ich, wie ein LKW in den Innenhof fuhr. Ich dachte, die Arbeiter würden die verbleibenden Materialien für den Wiederaufbau der Mauer (der fast beendet ist!) abholen, über solche Arbeitszeiten wundere ich mich lange schon nicht mehr…
Als ich dann um viertel vor acht aufstand und mit der Zahnbürste im Mund durchs Zimmer lief, fiel mein Blick durchs Fenster auf den Hof. Da sah ich dann, was in der Nacht angeliefert worden war (im ersten Moment hoffte ich, ich wäre wieder eingeschlafen und hätte mal wieder so einen fiesen Traum):

Der schöne Landrover ist also komplett im Brötchen. Der Fahrer von NDI (National Democratic Institute aus Washington D.C.) war unterwegs mit einem Kollegen und dessen Bruder. Letzterer kam bei dem Unfall ums Leben. Schrecklicherweise waren die drei unterwegs zu einer Beerdigung.

SLANGO: Vorgestern waren endlich zwei Herren im „SierraTel“-Blaumann im Büro, um die Telefonleitung, die seit dem Blitz vor über einer Woche still liegt, zu reparieren. Am Ende meinten sie, sie seien fertig und erwarteten von mir ein wenig Geld, so als Motivation, weil man ja schließlich freiwillig gekommen sei und so. Ich forderte eine ordentliche Rechnung und versprach baldige Begleichung dieser. Nein, sie könnten keine Rechnung schreiben, einfach so etwas Geld wollten sie, das wäre üblich. Ich hatte nur noch 7.000 Leone bei mir (und war in Eile), die gab ich ihnen, woraufhin sie meinten: „Das ist ja sehr, sehr wenig.“ Gestern Morgen komme ich ins Büro und traue meinen Augen nicht: Beide Telefone sind von den Kabeln getrennt, nichts geht mehr.
Ich werde mich die Tage an SierraTel wenden und diesen Fall auf Topmanagementebene kommunizieren. Schauen wir mal, was aus den beiden Blaumännern dann wird.
Freetown wartet also jeden Tag mit irgendeiner neuen Überraschung auf.
Im Büro geht es hoch her: Die Koordinatorin ist wieder hier und tut, als wäre nichts gewesen. Ich habe dem Executive Committee einen Bericht über die sehr denkwürdige Situation im Büro und viele Verbesserungsvorschläge geliefert, langsam habe ich auf diesen Zirkus keine Lust mehr. Wenn nicht sehr bald Entscheidungen getroffen werden, weiß ich nicht, ob ich in der Lage bin, für SLANGO weiter zu arbeiten (im VSO-Büro gibt es sonst auch jede Menge Gutes zu tun). Jedenfalls hatte ich bis dato viel Arbeit, und langweilig wurde es wirklich selten!
Um 4:30 h hörte ich, wie ein LKW in den Innenhof fuhr. Ich dachte, die Arbeiter würden die verbleibenden Materialien für den Wiederaufbau der Mauer (der fast beendet ist!) abholen, über solche Arbeitszeiten wundere ich mich lange schon nicht mehr…
Als ich dann um viertel vor acht aufstand und mit der Zahnbürste im Mund durchs Zimmer lief, fiel mein Blick durchs Fenster auf den Hof. Da sah ich dann, was in der Nacht angeliefert worden war (im ersten Moment hoffte ich, ich wäre wieder eingeschlafen und hätte mal wieder so einen fiesen Traum):
Der schöne Landrover ist also komplett im Brötchen. Der Fahrer von NDI (National Democratic Institute aus Washington D.C.) war unterwegs mit einem Kollegen und dessen Bruder. Letzterer kam bei dem Unfall ums Leben. Schrecklicherweise waren die drei unterwegs zu einer Beerdigung.
SLANGO: Vorgestern waren endlich zwei Herren im „SierraTel“-Blaumann im Büro, um die Telefonleitung, die seit dem Blitz vor über einer Woche still liegt, zu reparieren. Am Ende meinten sie, sie seien fertig und erwarteten von mir ein wenig Geld, so als Motivation, weil man ja schließlich freiwillig gekommen sei und so. Ich forderte eine ordentliche Rechnung und versprach baldige Begleichung dieser. Nein, sie könnten keine Rechnung schreiben, einfach so etwas Geld wollten sie, das wäre üblich. Ich hatte nur noch 7.000 Leone bei mir (und war in Eile), die gab ich ihnen, woraufhin sie meinten: „Das ist ja sehr, sehr wenig.“ Gestern Morgen komme ich ins Büro und traue meinen Augen nicht: Beide Telefone sind von den Kabeln getrennt, nichts geht mehr.
Ich werde mich die Tage an SierraTel wenden und diesen Fall auf Topmanagementebene kommunizieren. Schauen wir mal, was aus den beiden Blaumännern dann wird.
Freetown wartet also jeden Tag mit irgendeiner neuen Überraschung auf.
Im Büro geht es hoch her: Die Koordinatorin ist wieder hier und tut, als wäre nichts gewesen. Ich habe dem Executive Committee einen Bericht über die sehr denkwürdige Situation im Büro und viele Verbesserungsvorschläge geliefert, langsam habe ich auf diesen Zirkus keine Lust mehr. Wenn nicht sehr bald Entscheidungen getroffen werden, weiß ich nicht, ob ich in der Lage bin, für SLANGO weiter zu arbeiten (im VSO-Büro gibt es sonst auch jede Menge Gutes zu tun). Jedenfalls hatte ich bis dato viel Arbeit, und langweilig wurde es wirklich selten!


